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Bauträger, Architekt, Eigenregie oder wie?
Im Fachjargon und allgemeinen Sprachgebrauch herrscht einige Verwirrung um bestimmte Begriffe. Um es nicht zu kompliziert zu machen, unterscheiden wir beim Hausbau zwei Begriffe:
- die Bauweise, z.B. Holzbauweise, Massivbauweise (Stein auf Stein) und einige andere
- die Bauart, z.B. Bauen in Eigenregie, mit einem Architekten, über einen Generalunternehmer usw.
Um folgenden geht es um die Frage, welche Bauarten es gibt und wo deren Vor- und Nachteile liegen.
Bauen über einen Bauträger
Bauen mit einem Bauträger oder Generalunternehmen bedeutet, dass man das gesamte Haus von einem Unternehmen bauen lässt. Dieses Unternehmen kann zwar wiederum andere Unternehmen (Subunternehmer) mit einzelnen Bauleistungen beauftragen, aber alleiniger Vertrags- und Ansprechpartner für den Bauherren ist der Bauträger bzw. das Bauunternehmen.
Bauen in Eigenregie
Wer in Eigenregie baut, lässt sein Haus nicht von einem Unternehmen bauen, sondern beauftragt einzelne Gewerke selbst. Man hat es dann auf der Baustelle mit verschiedenen Handwerksunternehmen zu tun und ist für die Koordinierung der Arbeiten und deren Überwachung selbst verantwortlich. Wer in Eigenregie baut, gibt die Überwachung der Arbeiten meistens an einen Fachmann, z.B. einen Architekten ab.
Wo liegen die Vor- und Nachteile?
Mit einem Bauträger zu bauen hat den wesentlichen Vorteil, dass man eben nur einen Vertrags- und Ansprechpartner hat. Man muss nicht jedem einzelnen Handwerker auf die Finger schauen und muss sich vor allem auch nicht um die Koordinierung der Arbeiten auf der Baustelle kümmern. Auch bei ggf. erst später erkennbaren Mängeln ist der Bauträger/Bauunternehmer für die Beseitigung zuständig. Man muss sich also nicht mit einzelnen Handwerkern herumschlagen, die sich ggf. gegenseitig die Schuld in die Schuhe schieben. Ein Nachteil kann sein, dass ein Bauträgerhaus ggf. etwas teurer ist als würde man die Gewerke einzeln an Handwerker vergeben.
Der Hausbau in Eigenregie bedeutet in der Regel einen höheren Zeit- und Organisationsaufwand. Wer selbst keine Ahnung vom Bau hat, sollte sich sehr genau überlegen, ob er diesen Aufwand leisten kann. Müssen dafür wieder Fachleute wie Architekten beauftragt werden, reduziert sich der Kostenvorteil, den man ggf. gegenüber einem Bauträgerhaus hat, erheblich. Das Bauen in Eigenregie bietet sich vor allem an, wenn man relativ viel Eigenleistungen einbringen will oder bestimmte Handwerksunternehmen beauftragen will. Ein Nachteil: bei Mängeln muss man sich selbst mit jedem einzelnen Handwerker herumschlagen. Wenn die sich dann noch gegenseitig die Schuld in die Schuhe schieben, kann es “ewig” dauern bis Mängel beseitigt werden.
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