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Thema “Modernisierung”:

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Modernisieren nach Plan

Die Energiepreise steigen und steigen. Gerade Besitzer von Altbauten fragen sich, wie sie Energiekosten sparen können. Die grundlegende Frage: was kann oder muss am Haus gemacht werden und wann?

Bei der Modernisierung von Altbauten gibt es eine Grundregel: als erstes sollte mit der Dämmung des Hauses begonnen werden. Ohne ausreichende Wärmedämmung bringt z.B. auch die neueste Heiztechnik nichts.

Wenn Sie Besitzer eines Altbaus sind, sollten Sie einen Fahrplan für die verschiedenen Modernisierungsmaßnahmen erstellen, denn: nicht alle Maßnahmen müssen jetzt und sofort umgesetzt werden, sondern können nach und nach erfolgen. Das gilt beispielsweise für die Fassadendämmung. Die kann man in Angriff nehmen, wenn ohnehin ein neuer Putz oder Anstrich fällig wird. Dazu passt die Erneuerung der Fenster.

Maßnahme 1: das Dach isolieren!

Besitzer von Häusern mit Satteldach (oder vergleichbar) können mit der Isolierung des Daches anfangen, ggf. auch nur im sog. Spitzboden. Das gute daran: diese Arbeiten kann fast jeder selbst ausführen. Großartiges handwerkliches Geschick ist nicht notwendig.

Bei der Isolierung des Daches wird einfach die Platz zwischen den Dachsparren mit entsprechenden Dämmstoffen ausgefüllt. Darauf folgt eine sog. Dampfsperre aus Folie und dann z.B. Gipskartonplatten als Abschluss. Dabei gilt: je dicker das Dämmmaterial, um so besser. Sind die Dachsparren nicht tief genug, können diese durch “Auflattung” angepasst werden. Die Kosten liegen bei ca. 30 Euro je qm Dachfläche.

Wer noch mehr/besser isolieren will, kann zusätzlich auf dem Dach, also unter den Dachziegeln isolieren (z.B. mittels Polystyrol-Platten). Dazu muss das Dach allerdings abgedeckt und anschließend wieder neu eingedeckt werden. Derartige Arbeiten sollte man allerdings dem Fachmann (Dachdecker) überlassen. Die Kosten: ca. 50 Euro je qm Dachfläche.

Maßnahme 2: die Fassade isolieren!

Nach dem Dach wäre die Fassade des Hauses dran. Um die Aussenhaut des Gebäudes zu isolieren, können z.B. Wärmeverbundsysteme aufgebracht werden. das sind z.B. Platten aus Polystyrol mit einer abschließenden Putzschicht (oder “Riemchen” für Liebhaber von Ziegelfassaden). Hauptaugenmerk liegt dabei auch darauf, Wärmebrücken zu erkennen und zu beseitigen. Daher sollten mit den Arbeiten an der Fassade ggf. auch die Fenster erneuert werden. Die Kosten bewegen sich bei ca. 70 Euro je qm Fassadenfläche.

Maßnahme 3: neue Fenster

Heute üblich sind Isolierfenster mit zwei Scheiben. Gekennzeichnet sind sie mit einem U-Wert 1,1 oder 1,0 für das Glas, angegeben in W/Quadratmeter/K. Auf dem Weg zum Nullenergiehaus sind Passivhausfenster mit drei Scheiben und besonders gut gedämmten Rahmen nötig (Glas U-Wert 0,8 W/Quadratmeter/K). Wer Wanddämmung und Fensteraustausch als Maßnahmen zusammenfasst, sollte am besten vorher die Fensteröffnungen, die nach Süden gerichtet sind, vergrößern und nach Norden die Öffnungen möglichst verkleinern. So bekommt das Haus zusätzlich kostenlose Energie von der Sonne. Wärmeverluste werden so klein gehalten.

Wer Rolläden möchte, sollte darauf achten, dass dieses von aussen angebracht werden. Das vermeidet Wärmebrücken, sieht allerdings auch nicht wirklich hübsch aus.

Maßnahme 4: Keller isolieren

Die Dämmung der Kelleraußenwände ist vergleichsweise aufwändig. Anlass könnte sein, dass sie bei einem älteren Haus wegen eines Feuchteschadens ohnehin aufgegraben werden müssen. Die freigelegten Wände werden mit Bitumenmasse abgedichtet, darauf verklebt man meist Hartschaumplatten, die gegen Feuchtigkeit unempfindlich sind. Einfacher ist die Dämmung der Kellerdecke von unten. Wenn ausreichend Stehhöhe vorhanden ist, sollte man sechs bis zehn Zentimeter Dämmstoff von unten an die Decke kleben, was auch gut in Eigenleistung möglich ist.

Maßnahme 5: Wärmerückgewinnung mit kontrollierter Be- und Entlüftung

Das Prinzip ist simpel: Statt die teuer aufgeheizte Raumluft durch das geöffnete Fenster “rauszublasen” wird die verbrauchte Luft wird aus Küche, Bad und Toilette abgesaugt, durch einen Wärmetauscher geleitet. Dort gibt sie ihre Energie an die Frischluft ab, die in die Wohn- und Schlafräume geführt wird. Die dazu notwendigen, etwa zehn Zentimeter starken Rohre sind im Altbau allerdings nicht einfach zu installieren. Hier sind ein guter Architekt und ein geschickter Installateur nötig. Die Rohre lassen sich zum Beispiel in einer abgehängten Decke im Flur verstecken, von dort werden sie durch die Zimmerwände geführt. Ein zentraler Installationsschacht nimmt die zum Dach führenden Rohre auf. Wenn das nicht geht, sind dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmetauscher für einzelne Zimmer eine Alternative. So erhalten die Bewohner auch ohne ständiges Lüften stets gute Luftqualität. Schallschutz und Luftfilterung sind möglich.

 

Olaf Varlemann -Baufinanzierungsberatung -Fasanenweg 38a - 22964 Steinburg - Telefon (0 45 34) 29 84 70

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