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Baufinanzierung: Vorhandene Finanzierungsmittel prüfen
Ob günstige öffentliche Darlehen oder Schenkungen der Verwandtschaft: erst wenn hundertprozentig sicher ist, dass dieses Geld zur Verfügung steht, darf es fest in die Gesamtfinanzierung eingeplant werden.
Eine eiserne Reserve sollte auch immer vorhanden sein. Wer sein vorhandenes Eigenkapital komplett einbringt, kann schnell in Bedrängnis kommen: gehen das Auto, der Fernseher oder die Waschmaschine kaputt, müssen schlimmstenfalls zusätzliche Schulden gemacht werden, um diese Kosten zu tragen. Faustformel: 2-3 Monatsnettogehälter sollten als Reserve vorhanden sein.
Darlehenskosten exakt ermitteln
Bei der Finanzierung müssen zudem die tatsächlichen Darlehenskosten berücksichtigt werden. Das fängt an bei den Kosten für die Eintragung von Grundschulden im Grundbuch (Sicherheit für die Bank; wird gerne von Bankberatern vergessen!). Da sollten Sie mit ca. 0,5% des Darlehensbetrages rechnen (fallen immer an, egal welche Bank finanziert!). Hinzukommen ggf. Bearbeitungsgebühren, Schätzkosten oder Bereitstellungszinsen, die besonders bei einem Neubauvorhaben kräftig zu Buche schlagen können.
Vorhandene Bausparverträge
Wer einen Bausparvertrag in die Finanzierung mit einbringt, muss bedenken, dass dieser zuteilungsreif sein muss, um über das Geld verfügen zu können. Vorteile zugeteilter Bausparverträge sind meist - aber nicht immer- niedrige Zinsen über die gesamte Laufzeit. Der Darlehensanteil wird schnell abbezahlt. Das hat den Vorteil, dass die Rückzahlung absehbar ist, durch den erforderlichen höheren Tilgungsanteil sind die Raten allerdings höher bei einem normalen Bankdarlehen. Bei dem aktuell niedrigen Zinsniveau lohnen sich zugeteilte Bausparverträge meist nicht. Im Rahmen der Finanzierung neue Bausparverträge abzuschliessen, bringt -von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen- absolut keinen Vorteil.
Wahl der Sollzinsbindung (Zinsfestschreibung)
Bei Hypothekendarlehen beeinflusst die Zinsfestschreibung die Darlehenskosten erheblich. Faustregel: in Zeiten niedriger Zinsen eine möglichst lange Zinsbindung wählen (mindestens 15 Jahre), in Hochzinsphasen kürzere Laufzeiten wählen. Nach Ablauf der Zinsbindung können sich die Konditionen stark ändern. Knapp-Kalkulierer, die plötzlich von einer Niedrigzinsphase in eine Hochzinsphase kommen, müssen hier besonders aufpassen.
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