|
Baufinanzierung: die tatsächliche Kosten berechnen
Das A & O jeder soliden Immobilienfinanzierung ist die Ermittlung der tatsächlichen Gesamtkosten bei einem Kauf oder dem Neubau. Wer bei der Kostenberechnung Fehler macht, z.B. bestimmte Kosten vergisst, kann später erhebliche Probleme bekommen. Nachfinanzierungen, wenn “am Ende vom Geld noch so viel Bau übrig ist”, sind meistens ziemlich teuer und können die gesamte Planung komplett zerstören. Dagegen bieten einige unserer Bankpartner gerade bei Neubau an, den Darlehensbedarf etwas großzügiger zu kalkulieren und ggf. später nicht benötigte Darlehen kostenfrei “zurückzugeben”.
Neben dem reinen Kaufpreis für eine Immobilie müssen zusätzliche Kosten einkalkuliert werden: so etwa Notar- und Grundbuchgebühren (etwa 1,5 Prozent) sowie die Grunderwerbsteuer (3,5% d. Kaufpreises; in Berlin, Hamburg und Sachsen- Anhalt 4,5%). Hinzukommen dann ggf. noch Gebühren für einen Immobilienmakler.
Bei Neubauten kommen zum Grundstückskaufpreis und den reinen Hausbaukosten noch die sog. Baunebenkosten hinzu. Das sind z.B. Kosten für den Strom- oder Wasseranschluss von der Grundstücksgrenze ins Haus hinein. Je nach Region sollte man dafür -mindestens- ca. 20.000 Euro einplanen.
Eine Kostenposition wird von Finanzierungsberatern immer wieder gerne vergessen: die Finanzierungskosten. Das fängt an mit den -immer anfallenden- Notar- und Gerichtskosten für die Eintragung von Grundschulden (ca. 0,5% d. Darlehens- betrages) und geht hin bis zu den Zinsraten während der Bauzeit (“Doppelbelastung”). Diese genau zu berechnen ist zwar schwierig, aber man kann sie doch einigermaßen gut kalkulieren. Auch bei diesen Finanzierungskosten gilt: es können schnell 5stellige Beträge zusammenkommen!
Aber auch die Wünsche des Bauherrn oder des Wohnungskäufers können zusätzlich ins Geld gehen. Beim freistehenden Haus verteuern beispielsweise aufwendige Aussenanlagen und Begrünungen das Vorhaben. Auch eine neue Küche kostet viel Geld. Oft entsprechen zudem die standardmäßig angebotenen oder bereits vorhandenen sanitären Einrichtungen nicht den eigenen Vorstellungen. Doch jedes Extra kostet zusätzlich. Nicht zu vergessen: die Umzugskosten ins neue Zuhause.
Deshalb: nicht zu knapp kalkulieren. Gehen die monatlichen Zahlungen an die Grenze der finanziellen Belastbarkeit, sollten Sie bei Ihren Vorstellungen etwas abspecken. Vielleicht tut es ja auch das etwas günstigere Haus in der Nachbarschaft oder 120 statt 150 qm Wohnfläche?
|