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Vorfinanzierung von Bausparverträgen (Fortsetzung v. Seite1)
Preisangabenverordnung enthält eine Lücke!
Viele Kunden orientieren sich an dem Effektivzins gem. Preisangabenverordnung (PAngV). Mal abgesehen davon, dass dieser Effektivzins ohnehin ein paar Schwachpunkte hat, versagt er bei Bausparmodellen komplett.
Banken oder Bausparkassen dürfen 2 Effektivzinssätze ausweisen: Einen für das Vorausdarlehen (die 100.000 Euro) und einen für das spätere Bauspardarlehen (die 50.000 Euro). Bei der Berechnung des Effektivzinses bleibt aber unter anderem die Abschlussgebühr für den Bausparvertrag (1%-1,6%!) unberücksichtigt. Betrachtet man alle Kosten und rechnet den wahren Effektivzins so aus, als ob es sich um ein durchgehendes Darlehen handelt, liegt der Effektivzins schnell mal 1% über den ausgewiesenen Zinssätzen!
Auch auf die Bausparkasse kommt es an!
Was viele nicht wissen: bei den Bausparkassen und Bauspartarifen gibt es himmelweite Unterschiede! Bei einigen Bausparkassen muss die Vertragssumme des Bausparvertrages gleich dem jetzt aufgenommenen Darlehen sein. Bei anderen Bausparkassen kann die Vertragssumme geringer ausfallen, damit -um bei dem Beispiel von Seite 1 zu bleiben- irgendwann die 100.000 Euro ausgezahlt werden. Das spart Abschlussgebühren! Abgesehen davon sind auch die Gebühren an sich schon unterschiedlich hoch.
Ausserdem gibt es erhebliche Unterschiede bei der Zuteilung und Tilgung des Bauspardarlehens (Gesamtlaufzeit).
Allein die Unterschiede bei zwischen den Bausparkassen und Tarifen können schon entscheidend dafür sein, ob sich eine Finanzierung mit Bausparen rechnet oder nicht.
Reine Annuitätendarlehen oftmals besser!
In der Regel sind reine Annuitätenadrlehen mit einer laufenden Tilgung die bessere Wahl. Wenn man mal ein Annuitätendarlehen mit 20 Jahren Zinsbindung und gleichen Raten wie bei den Bausparmodellen nimmt, ist das Annuitätendarlehen unter Umständen früher getilgt als die Bausparvariante.
Wann kann es sich trotzdem lohnen, über eine Finanzierung mit Bausparen nachzudenken?
Man kann über eine Finanzierung mit Bausparen nachdenken, wenn man eine absolute Zinssicherheit will, mehr als 1% tilgen will/kann und ohnehin eine Gesamtlaufzeit der Finanzierung von ca. 20-25 Jahren wünscht. Es ist dann ein reines Rechenexempel, ob die Bausparvariante besser oder schlechter abschneidet als das reine Annuitätendarlehen.
Ausserdem kann man darüber nachdenken, ob man KfW-Darlehen, die ja -noch- nur 10 Jahre festgeschrieben werden können, über einen Bausparvertrag absichert. Das ist etwas flexibler als von vornherein die Tilgung bei den KfW-Darlehen zu erhöhen. Aber auch das ist ein reines Rechenexempel.
Was wir in diesem Bereich anbieten
Wir haben 2 Bausparkassen, mit denen wir zusammenarbeiten. Die eine bekommt regelmäßig (und als einzige Bausparkasse) gute Noten von der Stiftung Warentest (Finanztest) für ihre sog. Konstantdarlehen. Die andere Bausparkasse wird ebenfalls von Finanztest empfohlen, weil deren Tarife entsprechend günstig sind.
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