Wie finanziert man ein Tiny-House?

Die aus den USA kommende Tiny-House-Bewegung findet auch in Deutschland immer mehr Fans. Immer mehr Deutsche begeistern sich für das Wohnen auf kleinstem Raum und die Mobilität, die die Mini-Häuser bieten. Aber wie finanziert man eigentlich ein Mini-Haus, wenn man das nicht bar bezahlen kann oder will?

Wer bei einer Bank oder einem Baufinanzierungsvermittler wegen der Finanzierung eines Tiny-House anfragt, wird als erstes für Erstaunen sorgen. Auch wenn die Tiny-House-Szene in Deutschland wächst und sich die Hersteller über volle Auftragsbücher freuen, ist diese Wohnform noch immer exotisch. Dementsprechend gibt es bei keiner (und bekannten) Bank spezielle Finanzierungsmodelle für die Mini-Häuser. Wer glaubt , ein solches Tiny-Haus zu den gleichen Bedingungen finanzieren zu können, wie ein "normales" Einfamileinhaus oder Eigentumswohnung, irrt.

Die mobile Variante

Das typische Tiny-Haus auf Rädern ist aus Sicht der Banken nichts anderes als ein Wohnwagen, also eine "Mobilie" und keine "Immobilie". Dementsprechend bieten Banken allein für das Haus auch keine Immobilienfinanzierung an, da ein Darlehen ja nicht über eine Grundschuld abgesichert werden kann. Etwas anders sieht es aus, wenn auch der Stellplatz finanziert werden soll. Dann wäre grundsätzlich eine Absicherung der Finanzierung über eine Grundschuld möglich. In diesem Fall kommt es aber darauf an, um was für ein Grundstück es sich handelt und wie die jeweiligen Banken dieses Grundstück bewerten. Handelt es sich -passemd zum Haus- um ein Mini-Grundstück, fällt man auch damit in der Regel durch alle Bankenraster.

Da ein Kredit in der Regel nicht über eine Grundschuld abgesichert werden kann und das Tiny-House selbst aus Sicht der Banken auch keine Sicherheit darstellt, wird das mobile Tiny-House in der Regel über ganz normale Ratenkredite finanziert. Dreh- und Angelpunkt der Kreditentscheidung ist dabei die persönliche Bonität.

Die immobile Variante

Handelt es sich bei dem Haus um ein "...fest mit dem Grundstück verbundenes Gebäude...", ist eine normale Immobilienfinanzierung in Kombination mit dem Grundstück, auf dem das Haus steht, grundsätzlich möglich. Gleiches gilt, wenn das Darlehen über eine Grundschuld auf einer x-beliebigen Immobilie abgesichert werden kann. Allerdings ist da die Frage, wie die jeweiligen Banken Haus und Grundstück bewerten und welcher Betrag zu finanzieren ist. Die meisten Banken haben eine Untergrenze von 50.000 Euro für eine Immobilienfinanzierung. Wer weniger Kapitalbedarf hat, ist schnell wieder beim normalen Ratenkredit mit den dementsprechenden (Zins-)Konditionen.

 Was können wir in diesem Bereich anbieten?