CDU-FDP-Koaltion in NRW will Freibeträge bei der Grunderwerbsteuer

Die neue Regierungskoalition in Nordrhein-Westfalen (und dort besonders die FDP) plant eine Gesetzesinitiative zur Einführung eines Freibetrages bei der Grunderwerbsteuer. Geplant ist, einen Freibetrag für selbstgenutztes Wohneigentum einzuführen. Dieser Freibetrag soll bei 500.000 Euro liegen. Wer weniger für sein Eigenheim zahlen muss, belibt von der Grunderwerbsteuer verschont.

Ich in mal gespannt,. ob sich NRW mit dieser Initiative im Bundesrat gegen die anderen Bundesländer durchsetzen kann (ich fürchte, dass es nicht gelingen wird). Ein solcher Freibetrag wäre dringend notwendig, denn private Käufer von Wohnimmobilien kommen -beispielsweise in Schleswig-Holstein (Grunderwerbsteuersatz 6,5%)- schnell auf Erwerbsnebenkosten von knapp über 15 Prozent des Kaufpreises. Da Banken diese Erwerbsnebenkosten in der Regel nicht mitfinanzieren (oder nur mit horrenden Zinsaufschlägen), zerren diese Nebenkosten das Eigenkapital der Käufer schnell auf.

Änderungen bei der Grunderwerbsteuer sind auch ein Frage der Gerechtigkeit (um mal dn Wahlkampfslogan der SPD für die Bundestagswahl aufzugreifen). Während der "normale Bürger" kaum eine Chance hat, die Grunderwerbsteuer zu vermeiden, haben Institutionelle Anleger längst Schlupflöcher gefunden, um beim Kauf ganzer Immobilienpakete keine Grunderwerbsteuer zahlen zu müssen.

Ihr

Olaf Varlemann

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