Tilgungsfreie Darlehen sorgen für Liquiditätsvorteile

Festdarlehen sind Darlehen, die am Ende einer fest vereinbarten Laufzeit in einer Summe zurückgezahlt werden. Der Darlehensnehmer zahlt bis dahin nur die Zinsen an die Bank, aber keine Tilgung. Man spricht daher auch von tilgungsfreien Darlehen.

Welche Zinsbindungen sind bei Festdarlehen möglich?

  • Variable Zinsen oder Zinsbindung von 1 bis 30 Jahren

Wie werden Festdarlehen getilgt?

Festdarlehen werden nicht laufend getilgt. In der Regel zahlen Sie als Darlehensnehmer den Tilgungsanteil beispielsweise in einen Fondssparplan, einen Bausparvertrag oder eine bestehende Lebens-Rentenversicherung ein. Am Ende der mehr oder weniger fest vereinbarten Gesamtlaufzeit zahlt man dann das Darlehen in einer Summe zurück.

Die finanzierenden Banken verlangen bei den tilgungsfreien Darlehen, dass die Einzahlungen in das sog. “Tilgungssurrogat” der sonst üblichen Tilgung entspricht (also beispielsweise 2 Prozent jährlich). Zudem lassen sich Banken dieses Tilgungssurrogat in der Regel abtreten.

Es geht allerdings auch ganz ohne Tilgungssurrogat. Das bietet sich an, wenn das Darlehen "irgendwann" beispielsweise durch den Verkauf der Immobilie selbst oder den Verkauf einer anderen Immobilie. Ein zu erwartendes Erbe o.ä. zurückgezahlt werden soll. Auch für erfahrene Anleger, die ihren Tilgungsanteil lieber anderweitig investieren wollen, macht ein komplett tilgungsfreies Darlehen Sinn, denn dann entfällt die Abtretung des Tilgungsersatzes.

Sind Sondertilgungen bei Festdarlehen möglich?

  • bei variablen Zinsen sind Sondertilgungen jederzeit mit 3 monatiger Kündigungsfrist möglich; bei Darlehen mit vereinbarter Zinsbindungsfrist nur, wenn diese Sondertilgungen ausdrücklich vereinbart wurden (da sind bis zu 10% des ursprünglichen Kreditbetrages machbar)

Welche Vorteile haben Festdarlehen?

Tilgungsfreie Darlehen reduzieren die festen monatlichen Darlehensraten ("Zwangsraten") auf ein absolutes Minimum und schaffen Flexibilität bei der Darlehensrückzahlung (insbesondere wenn kein fester Tilgungsersatz vereinbart wurde). Damit eignen sie sich insbesondere für all die, die ihr Darlehen gar nicht über eine laufende Tilgung zurückzahlen wollen.

Tilgungsfreie Darlehen haben zudem einen gewissen Steuervorteil, da man damit - anders als bei einem Annuitätendarlehen- die Zinsraten konstant hält.

Welche Nachteile haben Festdarlehen?

Das Zinserhöhungsrisiko nach Ablauf der Zinsbindung ist aufgrund der fehlenden Tilgung höher als bei einem Annuitätendarlehen. Es besteht außerdem das Risiko, dass der eigentliche Plan zur Rückzahlung des Darlehens (beispielsweise Verkauf einer anderen Immobilie) nicht aufgeht.

Um das Zinsänderungsrisiko zu vermeiden, empfehlen wir bei tilgungsfreien Darlehen meist eine möglichst lange Zinsbindung.

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