Sind Vollfinanzierungen für Freiberufler möglich?

Vollfinanzierungen ohne Eigenkapital sind grundsätzlich auch für Freiberufler möglich. Dabei kommt es aber ganz besonders auf die Art der freiberuflichen Tätigkeit und die Zahlen in der Vergangenheit an. Existenzgründer, also Freiberufler, die weniger als 3 volle Kalenderjahre freiberuflich tätig sind, haben hier beispielsweise kaum eine Chance. Einzige Ausnahme: Ärzte (Human- und Zahnmedizin).

Freiberufler, die über keine wesentlichen Rücklagen und damit wenig Eigenkapital verfügen, sollten sich den Neubau oder Kauf einer Immobilie sehr gründlich überlegen. Die eigene Immobilie und die damit verbundenen Zahlungsverpflichtungen können schnell zur echten Belastung werden, insbesondere wenn die Erträge “mal nicht” so hoch sind, wie ursprünglich kalkuliert. Das gilt insbesondere, wenn Sie weniger als 3 volle Kalenderjahre freiberuflich tätig sind. Erst wenn die ersten ca. 3 Jahre absolviert sind, hat man einen einigermaßen guten Überblick, was "am Ende hängen bleibt". Viele Selbständige geben in den ersten 2-3 Jahren wieder auf; meistens nachdem der erste Steuerbescheid und/oder der Beitragsbescheid von der Krankenkasse eingetrudelt sind.

Ob Banken Ihren Immobilienkauf oder Ihr Neubauvorhaben komplett finanzieren, hängt insbesondere von der Branche ab. Bildende Künstler und Journalisten haben bei den Banken eher geringe Chancen. Dagegen werden Ärzte gerne gefragt, "...ob es nicht noch ein bisschen mehr sein darf...".

Wir kennen die Banken, Sparkassen usw. , die auch hohe Beleihungen bis hin zur Vollfinanzierung für Freiberufler anbieten. Wir wissen auch, nach welchen Kriterien diese über eine Finanzierung entscheiden und wie die Finanzierungsunterlagen (insbesondere die Einkommensnachweise) auszusehen haben.

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