Wie berechnen Banken die Lebenshaltungskosten?

Im Rahmen der Kreditentscheidung macht jede Bank/Sparkasse eine sog. Haushaltsrechnung. Dabei werden den Einnahmen alle festen Ausgaben sowie die Lebenshaltungskosten gegenübergestellt. Die Haushaltsrechnung muß positiv sein, sonst wird es nichts mit der Immobilienfinanzierung. Aber wie berechnen Banken und Sparkassen diese Lebenshaltungskosten?

Die Lebenshaltungskosten ermitteln Banken nicht individuell anhand Ihrer tatsächlichen Ausgaben, sondern setzen statt dessen fiktive Lebenshaltungskosten an. Dafür gilbt es zwei unterschiedliche Ansätze:

  • Pauschalbeträge je im Haushalt lebende Person
  • Ansatz eines gewissen Prozentsatzes des Einkommens

Je nach Kreditinstitut kommen zu diesen Lebenshaltungskosten noch weiter Abzüge beispielsweise eine sog. “KfZ-Pauschale” für jedes zum Haushalt gehörende Auto oder Motorrad.

Die Pauschalen für den Ansatz der Lebenshaltungskosten haben meistens nicht viel mit “dem wahren Leben” gemeinsam. Wer sich als Verbraucher auf die Pauschbeträge verlässt und zu dem Schluß kommt, dass eine Finanzierung “so betrachtet” langfristig tragbar ist, macht ggf. einen gravierenden Fehler. Ob eine Baufinanzierung langfristig tragbar ist, hängt nicht von den Pauschalen der Banken, sondern von Ihren ganz individuellen Ausgaben und damit von Ihrem Lebensstil ab.