Unser ökologischer Fußabdruck

Update 11.08.2021: Spätestens mit der jüngsten Hochwasserkatastrophe haben wir erfahren, welche unmittelbaren Folgen der Klimawandel für uns alle auch hier in Deutschland haben kann bzw. schon hat. Seit dem kam in vielen Gesprächen mit unseren Partnern vor Ort immer wieder auch die Frage auf, was wir persönlich denn für den Klima- und Umweltschutz tun bzw. tun können. Daraus hat sich u.a. die Idee eines "Öko-Siegels" entwickelt, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen wollen.

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Bildnachweis (Originalbild): Shutterstock/Elnur

Als reiner Dienstleister haben wir es beim Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit natürlich deutlich einfacher als beispielsweise ein produzierendes Unternehmen, aber auch Dienstleister können jede Menge Müll und Co2 produzieren - und das sehr häufig ziemlich unnötig.

Nachahmer und Nachdenker gesucht!

Das "Ökosiegel" soll nicht nur dazu dienen, "dem Rest der Welt" zu zeigen, wie ökologisch wir ggf. aufgestellt sind. Es soll auch zum Nachdenken über den eigenen ökologischen Fußabdruck anregen. In der Finanzdienstleistungsbranche sind "Öko-Produkte" gerade schwer angesagt, aber was bringt es, wenn ich beispielsweise "nachhaltige Finanzprodukte" vermittle, aber selbst der reinste Energieverschwender bin?!

Kein Druck von oben, aber...

Wären wir ein einziges Unternehmen, könnten wir "von oben" Vorgaben machen, an die sich alle zu halten haben. Dann bräuchten wir nur ein einziegs "Ökosiegel" für alle. Da wir aber ein loser Verbund vieler einzelner Unternehmer(innen) sind, kann und muss jede(r) seine eigene Firmenphilosphie und Standards bei diesem Thema entwickeln bzw. umsetzen. Daher bekommt jede(r) Kooperationspartner(in) ein eigenes "Ökosiegel".

Unser "Oko-Siegel" steht noch am Anfang, ist -zugegeben- noch ein wenig unbeholfen und nicht in allen Punkten bis zu Ende gedacht. Aber im Gespräch mit unseren Kooperationspartnern, Geschäftspartnern und Kunden werden wir das sicher noch verfeinern und anpassen. Es ist immerhin ein Anfang!

Unser "Öko-Siegel": das steckt hinter den Symbolen!

Ökosiegel Olaf Varlemann

Alle Punkte, die erfüllt sind, sind in grün dargestellt. Ist ein Punkt nicht erfüllt, erscheint das Symbol in grau. Bei meinem persönlichen Ökosiegel, das Sie hier sehen, fehlen beispielsweise noch "E-Mobilität", die Nutzung des "ÖPNV" (was hier auf dem Dorf aktuell wirklich keine echte Option ist) und "Ökostrom".

Home-Office?!

Im Gegensatz zu einigen anderen Baufinanzierunsgvermittlern, gibt es bei uns keinen Zwang, ein eigenes "Büro in bester Lage" zu betreiben. Schon lange vor Corona haben die meisten von uns in ihrem Home-Office gearbeitet. Damit entfallen die Anfahrtswege ins Büro, was nicht nur viel Zeit, sondern auch viel CO2 spart.

Ich persönliche habe tatsächlich auch noch ein Büro im Nachbarort, das ich bei Gelegenheit für persönliche Treffen oder Veranstaltungen nutze. Andererseits arbeitet aber meine Mitarbeiterin im ca. 170 Km entfernten Flensburg ausschließlich von zu Hause aus und kann sich die Fahrerei ins Büro komplett sparen. Den Status "grün" bekommt bei uns, wer sich und Mitarbeitern die tägliche Fahrerei ins Büro erspart.

E-/Hybrid-Moblität und ÖPNV

Der Finanzdienstleistungsbereich ist trotz der Möglichkeiten durch die Online-/Videoberatung immer noch eine klassisches "Hausbesuch-Branche". Aber wenn schon Kundenbesuche notwendig sind, dann doch möglichst Co2-reduziert. Kolleginnen und Kollegen, die geschäftliche Termine oder den Weg ins Büro mit dem E- bzw. Hybridauto (inkl. Fahrrad/E-Bike) oder dem ÖPNV erledigen, bekommen ein "grün".

Videoberatung?!

Bei der Videoberatung ist es wie beim Home-Office: sie spart nicht nur viel Zeit bei der An- und Abfahrt, sondern auch jede Menge CO2. Wer seine Kunden überwiegend online berät, bekommt ein hier "grün".

Geschäftsflüge?!

Wir nutzen grundsätzlich nicht den Flieger für geschäftliche Termine. Bei größeren Entfernungen nutzen wir die Bahn oder das Auto (letzteres dann aber meist mit mehreren Personen gemeinsam).

Papierloses Büro!?

Dank der Digitalisierung im Bankenbereich müssen wir heute kaum noch Papier bewegen. Sämtliche Unterlagen, die wir für die Finanzierungsabwicklung benötigen, werden inzwischen nur noch digital übermittelt. Das spart Ressourcen und Energie bei der Papierproduktion.

Werbesendungen?!

Wir verzichten auf gedruckte Werbematerialien (Flyer etc.) und verschicken keine Werbesendungen per Post. Das spart Papier und Co2 bei der auslieferung/Zustellung.

Keine Kaffeekapseln?!

Das klingt auf den ersten Blick etwas skurril, aber die bekannten Einweg-Kaffeekapseln verursachen einen riesigen Müllberg und verbrauchen in der Produktion große Mengen Energie. Wer in seinem Büro (inkl. Home-Office) auf den Kaffee mit den bekannten Wegwerfkapseln verzichtet, bekommt ein "grün". Auch diesen Punkt werden wir ggf. noch ändern oder erweitern, denn es gibt noch andere Dinge im Büro- und Arbeitsalltag, bei denen sich Müll vermeiden lässt.

Aktion "Wir pflanzen einen Baum!"

Hier greifen wir etwas vor! In Kürze starten wir diese Aktion, bei der wir für jeden Neukunden einen Baum pflanzen. Im Gegensatz zu vielen anderen ähnlichen Aktionen spenden wir aber kein Geld an Organisationen, die damit u.a. Bäume im Regenwald pflanzen (und wegen undurchsichtiger Praktiken häufig in der Kritik stehen), sondern investieren in Bäume "direkt vor der Haustür".

Fairtrade?!

Fairtrade-Produkte haben indirekt mit dem "ökologischen Fußabdruck" zu tun, denn viele derartiger Initiativen setzen auf ökologische Standards. Wer beispielsweise seinen Kunden im Büro Fairtrade-Kaffee anbietet, kann nicht nur seinen eigenen ökologischen Fußabdruck minimieren, sondern unterstützt vor allem Produzenten dabei, Mitarbeitern faire Arbeitsbedingungen und Löhne sowie soziale Vorteile (z.B. medizinische Versorgung) bieten zu können.

Öko-Strom?!

Ein grünes Symbol bedeutet, dass die Kollegin bzw. der Kollege in seinem Büro (meist im eigenen Haus) "grünen Strom" aus erneuerbaren Energien bezieht.

Erneuerbare Energien?!

Das "grün" bekommt, wer sein Büro oder Wohnhaus mit Home-Office mit erneuerbaren Energien heizt.

"Stand-by-Betrieb"?!

Der Stand-By-Betrieb von Computern, Scannern/Druckern und vielen anderen Elektrogeräten ist in Summe ein echter Stromfresser und reine Verschwendung. Ein "grün" bekommt, wer seine Elektrogeräte "gewohnheitsgemäß" komplett ausschaltet, wenn sie nicht gebraucht werden.

Ihr

Olaf Varlemann

Inhaber von baufi-nord.de