Wandlungsrecht: für Dänen eigentlich nicht relevant

21.01.2020: Wer in Dänemark lebt und/oder arbeitet und in Deutschland eine Immobilie finanzieren will, wird von meisten Banken hierzulande nur ein Kopfschütteln ernten. Grund hierfür ist das sog. Wandlunsgrecht, das Banken aus verschiedenen Gründen scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Aber auch wenn "Dänen" dieses Wandlungsrecht formell zusteht, kann es praktisch gar nicht zum tragen kommen.

Wandlungsrecht Dänemark und dänische Kronen

Das Wandlungsrecht besagt, dass Darlehensnehmer, die in Dänemark leben und/oder ihr Einkommen in dänischen Kronen erzielen, von der Bank verlangen können, die Darlehenswährung von Euro in dänische Kronen umzuwandeln. Das wäre grundsätzlich in dem Augenblick möglich, in dem die dänische Krone gegenüber dem Euro mehr als 20 % an Wert verliert. Bei dieser Währungsumstellung bleiben die Konditionen eines Darlehensvertrages unverändert (insbesondere der Zinssatz). Das ist für Banken ein kaum zu kalkulierendes Risiko, denn diese haben sich das Geld am Kapitalmarkt in Euro beschafft. Zudem sind mit dem Wandlungsrecht bestimmte Informationspflichten verbunden, denen die meisten Banken schon rein technisch gar nicht nachkommen können. Folge: die Banken lehnen derartige Finanzierung grundsätzlich ab.

Der kleine Haken an der Geschichte: es gibt zwar das grundsätzlich Wandlungsrecht, aber es kann im Falle Dänemarks praktisch gar nicht zum Tragen kommen. Grund hierfür ist die Tatsache, dass der Kurs von dänischer Krone zum Euro über ein Abkommen ("Wechselkursmechanismus 2") festgelegt ist. Bei der dänischen Krone gilt dabei gegenüber dem Euro eine Bandbreite für Kursschwankungen von +/- 2,5%. Damit ist ein Kursverlust der Krone gegenüber dem Euro von 20%, die es braucht, um das Wandlungsrecht auszuüben, ausgeschlossen.

Mehr zum Thema finden Sie auf unserer Internetseite unter "Immobilienfinanzierung für Steuerausländer und Grenzgänger".

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